Diskutierten im „Bermpohl“ mit Bürgern die Entwicklung der Innenstadt: die CDU-Ratsvertreter Ralph Brinkhaus, Heiner Kollmeyer, Burkhard Brockbals und Marita Fiekas (v.l.).
Diskutierten im „Bermpohl“ mit Bürgern die Entwicklung der Innenstadt: die CDU-Ratsvertreter Ralph Brinkhaus, Heiner Kollmeyer, Burkhard Brockbals und Marita Fiekas (v.l.).
„Sagen Sie uns Ihre Meinung“ hat die Gütersloher CDU ihren Fragebogen zur Innenstadtentwicklung betitelt – dass das auch ganz direkt ohne schriftsprachliche Form geht, konnten die Christdemokraten jetzt bei ihrem vierten Bürgergespräch erfahren. Lebhaft bis leidenschaftlich wurde im hinteren Billardzimmer des Gasthauses „Bermpohl“ vor allem über eine Frage diskutiert und gestritten: Welches Einkaufszentrum ist das richtige für Gütersloh? 

Zahlreiche Vertreter der Bürgerinitiative „Agenda Gütersloh“, die sich für das vom Hamburger Immobilienunternehmen Gazit geplante Center auf dem Wellerdiekareal einsetzt, sorgten für manch pointierte Formulierung: Da wurde von einer desolaten Innenstadt geredet, von Schönfärberei, mangelnder Urbanität oder nicht funktionierender Stadtplanung.

Solche Vorwürfe wollten weder Heiner Kollmeyer, CDU-Bürgermeisterkandidat und Vorsitzender des Planungsausschusses, noch der für den Wahlbezirk kandidierende Ratsherr Burkhard Brockbals akzeptieren. Neben vielem zu Verbesserndem gebe es sehr wohl Erfolge und Fortschritte. Die Entwicklung des Bartelsgeländes, die Bebauung des Glasenappgrundstückes, das Entstehen der Kulturräume oder der Kolbeplatz, mit seinem geringen Mieterwechsel, seien Beispiele dafür, formulierten die Christdemokraten.

Leidenschaftlich diskutierten Gäste und Politiker die Favorisierung des Zwei-Center-Konzeptes der Investorengruppe um die Familie Finke. Heiner Kollmeyer betonte, dass nach dem Willen der CDU, letztlich die Bürger über die Entwicklung des Wellerdiekareals beschließen sollen. Eine Entscheidung von solcher Dimension – wichtiger als der Neubau des Theaters – könne und werde nur auf der soliden Basis und im breiten Konsens mit dem Bürgerwillen getroffen werden.

Diskutiert wurden auch der geplante Pavillon auf dem Berliner Platz, das Fahrradfahren in der Fußgängerzone oder die Verkehrssituation auf dem alten Nordring. Zu all diesen Fragen rund um die Stadtentwicklung lässt sich die CDU übrigens weiterhin die Meinung sagen: Der entsprechend betitelte Fragebogen kann hier online beantwortet werden. 

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