Fusionsgespräche mit Klinikum Ravensberg werden fortgeführt - Bürgermeister verurteilen Indiskretionen: Schließung des Klinikums Versmold steht nicht zur Debatte (12.06.07)

Offensichtlich veranlasst durch die heutige Bericherstattung der "Neuen Westfälichen" zur Klinikumsfusion (siehe hier) teilt die Pressestelle der Stadt unter obiger Überschrift mit:
Gütersloh (gpr). Die Gespräche über eine Fusion des Städtischen Klinikums Gütersloh mit dem Klinikum Ravensberg werden intensiv fortgeführt. Dies betonten am Dienstag Bürgermeister Thorsten Klute (Versmold), Bürgermeisterin Maria Unger (Gütersloh) und Monika Paskarbies, stellvertretende Bürgermeisterin und stellvertretende Vorsitzende des Klinikumsausschusses, in einer gemeinsamen Erklärung. Scharf verurteilten sie in diesem Zusammenhang die "Weitergabe von Informationen in einem sensiblen Abstimmungsprozess, der unbedingte Vertraulichkeit nötig hat."

Die Veröffentlichung aus einem internen Gutachten, das dem Klinikumsausschuss Gütersloh vorgelegen hat, habe nicht nur verständliche Unruhe bei den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Versmolder Krankenhauses ausgelöst, sie habe auch massiv die Interessen der Vertragspartner berührt, erklärten Bürgermeisterin Maria Unger und Monika Paskarbies. Dies sei um so bedauerlicher, als das bisher alle Beteiligten ein offenes Vertrauensverhältnis miteinander hätten pflegen können. "Es ist nicht auszuschließen, dass möglicherweise jemand durch gezielte Indiskretionen diesen Prozess stören will."

Das dies nicht gelingen soll, betonten Kluthe, Unger und Paskarbies ausdrücklich und verwiesen auf intensive Gespräche mit allen Beteiligten - außer Kluthe sind das der Steinhagener Bürgermeister Besser und Bürgermeisterin Rodenbrock-Wesselmann aus Halle vom Montag. Dabei sei auch aus Gütersloher Sicht deutlich betont worden, dass eine Schließung des Klinikums Versmold nicht zur Debatte stehe. "Im Gegenteil: Eines der wichtigsten Ziele der Partnerschaft, die wir anstreben, ist die Sicherstellung der stationären Versorgung für die Bevölkerung vor Ort," so Unger.

Auf diesem Weg sei bereits einiges erreicht worden, denn die Kooperation mit dem Klinikum Ravensberg sei seit mehreren Jahren Alltag. So versorge die Apotheke des "Städtischen" das Klinikum Ravensberg, es seien bereits Vereinbarungen über die Übernahme von Küchenleistungen getroffen worden, das Klinikum Ravensberg sei Kooperationspartner des Brustzentrums Gütersloh und auch der Austausch von Ärzten finde statt.

"Weitere Fragen sind nun im Zuge der Fusionsgespräche zu klären, um am Ende das Ziel der bestmöglichen wohnortnahen Versorgung zu erreichen," betonten Kluthe, Unger und Paskarbies in ihrer gemeinsamen Erklärung. "Dies kann nur in einer Atmosphäre der Offenheit und des Vertrauens zum Erfolg führen, zu dem auch die Wahrung der Vertraulichkeit im Prozessverlauf gehören muss."

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