Vertreter der Jugendverbände im Gespräch mit der Landtagsabgeordneten Ursula Doppmeier und Mitgliedern der CDU-Fraktion

19.02.2010, 08:00 Uhr

Streichung der Zuschüsse für die Jugendverbandsarbeit noch in diesem Jahr – so lautet einer der Vorschläge der Verwaltung zur Haushaltskonsolidierung im Bereich der Jugendhilfe. Nächste Woche stehen diese und andere schwierige Entscheidungen auf der Tagesordnung des Jugendhilfeausschusses. Den Vertretern der CDU war es deshalb ein Anliegen, sich zunächst mit den Vertretern der kirchlichen Jugendverbände und der Sportjugend im Kreissportbund an einen Tisch zu setzen und gemeinsam zu überlegen, welche Konsequenzen eine solche Entscheidung hätte und ob es Alternativen hierzu gibt. Die Landtagsabgeordnete Ursula Doppmeier, die ebenfalls an dem Gespräch teilnahm, hob die gute Arbeit der Verbände hervor: „Die Kinder- und Jugendarbeit der Jugendverbände kommt direkt bei den Kindern und Jugendlichen an. Außerdem wird bei den Verbänden großartige ehrenamtliche Arbeit in großem Umfang geleistet.

Weiteres Thema des Gesprächs war der Kinder- und Jugendförderplan der Stadt Gütersloh für die kommenden Jahre. Auf eine Initiative der schwarz-gelben Landesregierung sind seit 2006 alle Kommunen in NRW dazu verpflichtet, einen Kinder- und Jugendförderplan aufzustellen, der für eine Wahlperiode gültig ist und allen Beteiligten eine große Planungssicherheit bietet. In diesem Jahr muss für die Stadt Gütersloh ein neuer Kinder- und Jugendförderplan entwickelt werden. Die Vertreter der Verbände bestätigten der Landtagsabgeordneten, dass sie dieses Planungsinstrument nicht mehr missen möchten. Sie kündigten an, sich zeitnah an die Arbeit machen zu wollen und baten um eine enge Begleitung durch die Politik, die ihnen selbstverständlich zugesagt wurde. Die Vertreter der Jugendverbände begrüßten auch die Ankündigung der CDU, sich im Jugendhilfeausschuss dafür einzusetzen, im Bereich der Jugendhilfe ein Subsidiaritätsprinzip zu verankern. Das hieße dann, dass öffentliche Träger wie die Stadt Gütersloh von eigenen Maßnahmen absehen sollen, wenn freie Träger wie Vereine oder Institutionen in der Lage sind, Aufgaben der Jugendhilfe in geeigneter Form zu übernehmen.

Bildunterschrift: Von links nach recht:
Helen Foerster (Sprecherin der CDU im Jugendhilfeausschuss des Kreises)
Daniel Fissenewert (Vorsitzender des BDKJ)
Uschi Doppmeier (CDU-Landtagsabgeordnete)
Raphael Tigges (Sprecherin der CDU im Jugendhilfeausschuss)
Ingrid Hollenhorst (Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses)
Silke Horstkemper (Vorsitzende der Sportjugend im Kreissportbund)
Kirstin Förste (CVJM Gütersloh)
Holger Drude (Referent für Jugend und Familie im Dekanat Rietberg-Wiedenbrück)
Wolfgang Laubinger (Referent für Jugendarbeit im Kirchenkreis Gütersloh)