CDU-Ratsfraktion informiert sich über die Arbeit der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe
Die Mitglieder der CDU-Ratsfraktion Gütersloh mit Stiftungsvorstand Dr. Michael Brinkmeier (l.) in den Räumen der Schlaganfall-Stiftung an der Schulstraße in GüterslohIm Rahmen ihrer Besuchsreihe „Fraktionssitzung vor Ort“ hat die CDU-Ratsfraktion Gütersloh die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe an ihrem Sitz in der Schulstraße besucht. Stiftungsvorsitzender Dr. Michael Brinkmeier begrüßte die Fraktionsmitglieder, führte sie durch das Haus und gab einen umfassenden Einblick in die Arbeit, Struktur und Ziele der bundesweit tätigen Einrichtung.
Im Mittelpunkt des Austauschs stand die vielfältige Arbeit der Stiftung, die sich seit ihrer Gründung durch Liz Mohn für die Prävention von Schlaganfällen, eine bessere medizinische Versorgung sowie die Unterstützung von Betroffenen und deren Angehörigen einsetzt. Als unabhängige und gemeinnützige Organisation verfolgt die Stiftung das Ziel, die Folgen eines Schlaganfalls nachhaltig zu verringern und die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten zu verbessern.
Brinkmeier erläuterte, dass die Aufklärungsarbeit eine der wichtigsten Aufgaben der Stiftung sei. So informiere sie die Bevölkerung unter anderem darüber, wie sich ein Schlaganfall mit dem sogenannten FAST-Test schnell erkennen lasse und welche Maßnahmen im Notfall entscheidend sind. „Allein im Kreis Gütersloh erleiden jährlich rund 1.000 Menschen einen Schlaganfall“, sagte Brinkmeier. „Viele Betroffene und ihre Familien stehen nach der Akutbehandlung vor zahlreichen medizinischen, organisatorischen und persönlichen Problemen.“
Um diese Versorgungslücke zu schließen, setzt die Stiftung auf ein Netzwerk ehrenamtlicher Schlaganfall-Helferinnen und -Helfer sowie auf das Konzept der Schlaganfall-Lotsen. „Ein Lotse kann bis zu 80 Betroffene gleichzeitig begleiten und unterstütz sie nicht nur bei medizinischen Fragestellungen, sondern auch bei den vielfältigen Problemen des Alltags“, so Brinkmeier. Die Stiftung fördere darüber hinaus Selbsthilfegruppen, begleite innovative Versorgungsprojekte und setze sich für eine lückenlose Versorgungskette von der Akutbehandlung über die Rehabilitation bis zur Nachsorge ein. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Verbesserung der Schlaganfallversorgung. Die Stiftung entwickelt und begleitet innovative Versorgungsprojekte, unterstützt den Ausbau von Schlaganfall-Stationen (Stroke Units), qualifiziert medizinische Fachkräfte und setzt sich für eine lückenlose Versorgungskette von der Akutbehandlung über die Rehabilitation bis hin zur Nachsorge ein. „Im nächsten Jahr sollen außerdem aus dem Lotsenprojekt LEX LOTSEN OWL wertvolle Erkenntnisse in die Gesundheitspolitik des Bundes einfließen. OWL ist hier deutschlandweit Vorreiter“, so Brinkmeier.
Dabei komme der Vernetzung im kommunalen Gesundheitswesen eine besondere Bedeutung zu. Die Arbeit der Stiftung besitze daher auch eine kommunale und politische Dimension. „Trotz aller Entwicklungen hinsichtlich Effizienz, Digitalisierung und künstlicher Intelligenz bleibt für uns der Mensch immer die letzte Instanz“, unterstrich der Stiftungsvorsitzende.
„Es ist großartig, dass wir in Gütersloh eine für die Gesundheit der Menschen so wichtige Einrichtung beherbergen, deren Projekte in Deutschland ihresgleichen suchen“, zog Daniel Helmig, gemeinsam mit Nils Wittenbrink Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion, als Fazit des Besuchs. „Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe leistet nicht nur einen unverzichtbaren Beitrag für Betroffene und ihre Angehörigen, sondern setzt bundesweit Maßstäbe für eine moderne und menschliche Gesundheitsversorgung.“