Gütersloher CDU distanziert sich deutlich von der AfD

Nach Ministerpräsidentenwahl in Thüringen

„Eine Partei, die braunes Gedankengut teilt, eine Partei, die Nazis in ihren Reihen hält, ist für uns kein Partner. Von denen lässt man sich auch nicht wählen, mit deren Hilfe wird man auch nicht Ministerpräsident!“ Mit diesen deutlichen Worten hat sich Ischo Can, Vorsitzender der Gütersloher CDU, gestern in einem Facebook-Video klar von der AfD distanziert.

Hintergrund der Stellungnahme ist der Eklat um die Wahl des thüringischen Ministerpräsidenten Thomas Kemmerich mit den Stimmen von CDU, FDP und AfD. Kemmerich hatte gestern unter starkem öffentlichem Druck nach nur 24 Stunden bereits wieder seinen Rücktritt bekannt gegeben. Can sagte, die Gütersloher CDU unterstütze voll die Aussagen von Bundeskanzlerin Angela Merkel, der CDU-Bundesvorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer und des heimischen Bundestagsabgeordneten Ralph Brinkhaus. Sie hatten dem thüringischen CDU-Landesverband unter anderem vorgeworfen, sich nicht an den Parteitagsbeschluss von 2018 gehalten zu haben, keine Koalitionen und ähnliche Formen der Zusammenarbeit mit der Linkspartei und der AfD einzugehen.


Can erklärte, die Gütersloher CDU stehe für eine moderate Politik, wäge die unterschiedlichen Interessen ab und handele für die Menschen in der Stadt. „Radikale Einstellungen, sowohl rechts als auch links, sind nicht richtig und sollten in unserer Gesellschaft keinen Platz haben. Wir sollten dafür kämpfen, dass Gütersloh weiter positiv vorangebracht wird“, so der CDU-Stadtverbandsvorsitzende. Cans Stellungnahme ist auf der Facebook-Seite des CDU-Stadtverbandes Gütersloh zu sehen.