Mit Flugblättern hat jetzt die CDU-Fraktion bei den Mitarbeitern der Stadtwerke Gütersloh (SWG) für die Position der schwarz-grünen Plattform in der Kooperationsfrage geworben. Nach dem Motto „Morgenstund hat Gold im Mund“ waren die Christdemokraten bereits vor sieben Uhr am Mitarbeitereingang erschienen, um in persönlichen Gesprächen und auf Informationsblättern ihre Ziele für die SWG zu erläutern.

Nachdem bei der Ratssitzung am vergangenen Freitag rund 100 Stadtwerke-Mitarbeiter für eine gemeinsame Betriebsgesellschaft mit den Stadtwerken Bielefeld protestiert hatten, hat sich die CDU-Fraktion nach eigener Mitteilung zu diesem „offensiven Schritt“ entschlossen. „Wir müssen alle Beteiligten mitnehmen und von unseren Zielsetzungen überzeugen“, erklärt Bürgermeisterkandidat Heiner Kollmeyer und weiter: „Die CDU handelt ausdrücklich auch mit Blick auf die Beschäftigten der Stadtwerke Gütersloh.“

„Wir haben für die Stadtwerke eine klare Zielsetzung, nämlich die Weiterentwicklung vom Energieversorger zum Energieerzeuger und Energieeffizienzdienstleister, ergänzt Hans-Dieter Hucke, umweltpolitischer Sprecher seiner Fraktion. Dieses Ziel erfordere es, die Kernkompetenzen in städtischer Hand zu behalten. Dies schließe eine niederschwellige Kooperation mit den Stadtwerken Bielefeld aber nicht aus.

Heiner Kollmeyer betont zudem: „Mit unserer Forderung nach mehr regenerativer Energieerzeugung und intelligenter Vernetzung von Stromerzeugung und -nutzung stehen wir für zukunftsfähige Stadtwerke.“ Nur ein zukunftsfähiger Arbeitgeber könne auch langfristige Arbeitsplatzsicherheit gewährleisten.

Anders als die SPD und ein Teil der Stadtwerkebelegschaft sprechen sich CDU und Grüne im Rat gegen eine große Kooperationsgesellschaft mit den Stadtwerken Bielefeld und für Verhandlungen über eine Intensivierung der Zusammenarbeit mit dem Ziel einer gemeinsamen Netzgesellschaft aus.

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