Über die erneute Absage eines Bewerbers für die Stadthallen-Geschäftsführung berichten "Die Glocke", die "Neue Westfäliche" und das "Westfalen-Blatt":
GL: Stadthalle - Nur noch Geschäftsführer auf Zeit
Gütersloh (gl). Ein Interims- Gesch äftsführer soll für bis zu zwei Jahre die Stadthalle übernehmen, neu ausrichten und die Auswahl eines dauerhaften Gesch äftsführers vorbereiten. Das wollen die Beigeordneten Dr. Klaus Wigginghaus und Andreas Kimpel am Montag dem Hauptausschuss vorschlagen.

Grund: Der letzte Bewerber Stefan Klöcker hat sich aus persönlichen Gründen entschieden, am bisherigen Standort Hamm weiter zu arbeiten. Er habe von der Stadt Hamm ein Angebot erhalten, das „finanziell und inhaltlich mit dem der Stadt Gütersloh vergleichbar“ sei, hatte Klöcker am Donnerstag mitgeteilt. „Für uns kam diese Nachricht angesichts des bisherigen Verlaufs der Gespräche überraschend,“ so Kimpel und Wigginghaus, die am Freitag die Vorsitzenden der Ratsfraktionen informierten, zur Entscheidung. „Die zurückliegende Bewerberrunde unter Einschaltung des Stadthallenverbands hat allerdings gezeigt, dass eine weitere Ausschreibung oder Suche mit Hilfe einer Personalberatung nicht zum Ziel führen wird. Die Suche war und ist unter den jetzigen Bedingungen schwierig. Für die Positionierung der Stadthalle am Markt ist zunächst einmal notwendig, die Strukturen – auch vor dem Hintergrund einer gemeinsamen Geschäftsführung mit dem Theater – neu zu ordnen und auf dieser Basis in ein bis zwei Jahren eine dauerhafte Geschäftsführung zu installieren.“

Ähnlich wie beim Vorbild „Stadtmarketing“ will man sich dabei einer externen Begleitung durch eine Unternehmensberatung bedienen, die eine Gesch äftsführung zur Verfügung stellt. Ihre Aufgaben: eine Neuausrichtung mit einem neuen Management- und Bewirtschaftungskonzept, die Unterstützung des laufenden Betriebs sowie die Vorbereitung der Auswahl einer endgültigen Gesch äftsführung.

Erste Gespräche dazu hätten bereits stattgefunden, erklärte Wigginghaus am Freitag. „Wir gehen davon aus, dass wir dem Hauptausschuss dazu konkrete Vorschläge machen können.“

Die BfGT kritisierte unterdessen, die Mitglieder des Hauptausschusses hätten keine Auswahlmöglichkeit gehabt. Die Fraktionen seien nicht auch ausreichend informiert worden. In einer Mitteilung kündigte Nobby Morkes an, er werde im Hauptausschuss beantragen, die Entscheidung über die Besetzung zu vertagen. Außerdem solle die Verwaltung beauftragt werden, ein Konzept für eine Interimslösung vorzulegen, so Morkes weiter. Der Antrag liege vor.

NW: Erneuter Absprung auf der Zielgeraden - Stadthalle: Bewerber zieht kurz vor der Wahl zurück
Gütersloh (ram). Auch der dritte Anlauf, einen neuen Geschäftsführer für die Stadthalle zu finden, ist auf der Zielgeraden gescheitert. Überraschend zog Stefan Klöcker, der am Montag im Hauptausschuss gewählt werden sollte und mit dem sich die Stadt handelseinig war – inklusive Beförderung –, seine Bewerbung zurück. Anlass für den Rückzug: Sein jetziger Arbeitgeber, die Stadt Hamm, hat ihm ein Angebot gemacht, „das finanziell und inhaltlich mit dem der Stadt Gütersloh vergleichbar ist“. Obwohl ihm die Wahl nicht leicht gefallen sei, habe er sich für Hamm entschieden, so der 35-Jährige.

„Für uns kam diese Nachricht angesichts des bisherigen Verlaufs der Gespräche sicherlich überraschend,“ kommentierten die Beigeordneten Andreas Kimpel und Klaus Wigginghaus gestern diese Entscheidung. Die zurückliegende Bewerberrunde unter Einschaltung des Stadthallenverbands habe allerdings gezeigt, dass eine weitere Ausschreibung oder Suche mit Hilfe einer Personalberatung nicht zum Ziel führen werde. „Die Suche war und ist unter den jetzigen Bedingungen schwierig. Für die zukünftige Positionierung der Stadthalle am Markt ist zunächst einmal notwendig, die Strukturen – auch vor dem Hintergrund einer gemeinsamen Geschäftsführung mit dem Theater neu zu ordnen und auf dieser Basis in ein bis zwei Jahren eine dauerhafte Geschäftsführung zu installieren“, so Wigginghaus und Kimpel.

Bis dahin soll nun eine Interims-Geschäftsführung die Stadthalle in ihren Aufgaben unterstützen, „die organisatorische Neu-Strukturierung umsetzen und die Auswahl einer zukünftigen dauerhaften Geschäftsführung vorbereiten“. Diesen Vorschlag werden Wigginghaus und Kimpel am Montag dem Hauptausschuss machen. Vorbild für diese Lösung ist das Stadtmarketing, das zwischenzeitlich von einer Agentur neu geordnet wurde, ehe ein neuer Geschäftsführer übernahm. Es sei bereits mit ersten Agenturen gesprochen worden. Wigginghaus will in Telefonaten mit den Fraktionsvorsitzenden „Offenheit für diesen Vorschlag“ vernommen haben.

Bereits einen Tag vor der Absage hatte Norbert Morkes in einem Antrag der Bürger für Gütersloh an den Hauptausschuss gefordert, die Besetzung zu vertagen und die Verwaltung aufzufordern, ein Konzept für eine Interimslösung vorzulegen.

Gestern wurde Morkes Antrag von der Wirklichkeit eingeholt.

WB: Schon wieder ein Korb - Stadthalle sucht Leiter

Gütersloh (rec). Der von der Stadt favorisierte Kandidat für die Geschäftsführung der Stadthalle ist erneut abgesprungen. Nun setzen die Beigeordneten auf eine Interimslösung.

Eigentlich sollte sich der 35 Jahre alte Stefan Klöcker, Stadthallenchef in Hamm, am Montag im Hauptausschuss vorstellen und sich wählen lassen. Doch am Donnerstag sagte er beim zuständigen Beigeordneten Dr. Klaus Wigginghaus ab. Die Stadt Hamm habe ihm ein Angebot vorgelegt, das finanziell und inhaltlich mit dem der Stadt Gütersloh vergleichbar sei. Gütersloh hatte Klöcker eine lebenslange Anstellung und eine Beförderung zum Stadtoberamtsrat unmittelbar nach Dienstantritt angeboten.

Nun will die Stadt laut Pressemitteilung auf eine erneute Stellenausschreibung verzichten und statt dessen eine Unternehmensberatung verpflichten, ein neues Organisationskonzept für Stadthalle und Theater aufzustellen und nach einem geeigneten Geschäftsführer zu suchen. In einer Pressemitteilung wiederholt die BfGT ihre Forderung nach einer solchen Interimslösung. Die Fraktion moniert, dass dem Hauptausschuss nicht alle Bewerbungsunterlagen vorgelegt worden sind.

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