Nach der angekündigten Schließung der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) fordern die Ratsfraktionen CDU und GRÜNE von Bürgermeisterin Maria Unger eine „Hochschulinitiative“. Das teilte die schwarz-grüne Plattform jetzt in einer Pressemeldung mit, in der es unter anderem heißt: „Hochschulen und Forschungseinrichtungen sind ein wichtiger Standortfaktor. Hochschul- und Forschungspolitik ist aktive Wirtschaftsförderung.“ Für einen leistungsstarken, attraktiven Wirtschaftsstandort wie Gütersloh sei es nicht akzeptabel, „auf Dauer hochschulfreie Zone“ zu sein. Die politische Mehrheit im Rat erwarte daher von der Bürgermeisterin, dass sie auf die angekündigte Schließung der FHDW mit einer Hochschulinitiative reagiere, so CDU und GRÜNE.



CDU-Ratsherr Ralph Brinkhaus erklärte dazu: „Es reicht nicht, die Schließung zu bedauern, was wir brauchen ist der aktive Einsatz der Bürgermeisterin und der Dezernenten." Konkret fordern die Fraktionen von CDU und den GRÜNEN einen Maßnahmenplan zur Ansiedlung von Hochschulen und Forschungsinstitutionen, sowie zur weiteren Vernetzung von Gütersloh mit den vorhandenen Hochschulen in Ostwesfale-Lippe. Nach Meinung von Ralph Brinkhaus „wird es Zeit, dass die Bürgermeisterin die Rolle der Lokomotive für diese Stadt übernimmt.“

Was das Engagement eines Bürgermeisters bewirken könne, sehe man am Beispiel mutiger junger Hochschulstädte wie Friedrichshafen, erklärte Hans-Peter Rosenthal." Der Grünen-Fraktionssprecher verwies zudem auf die langjährige Forderung seiner Partei, für Gütersloh einen Bildungscampus zu schaffen, auf dem Einrichtungen der Weiterbildung wie VHS und Bibliothek mit Hochschulinstitutionen zusammengeführt würden. Außerdem hätten CDU und GRÜNE der Verwaltung bereits im Mai 2005 mit ihrem gemeinsamen Antrag zur Ansiedlung eines Forschungsinstituts die politische Vorlage für dieses Thema gegeben.

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