„Junge Familien müssen in Gütersloh wieder bauen können“

CDU-Stadtverband informiert über neue Wohnbaulandpolitik

Ischo Can (M.) informierte im Konrad-Adenauer-Haus über die Neuausrichtung der Wohnbaulandpolitik. Mit dabei waren Heiner Kollmeyer, CDU-Fraktionsvorsitzender und Vorsitzender des Planungsausschusses sowie Detlev Kahmen, Sprecher im Planungsausschuss.
Ischo Can (M.) informierte im Konrad-Adenauer-Haus über die Neuausrichtung der Wohnbaulandpolitik. Mit dabei waren Heiner Kollmeyer, CDU-Fraktionsvorsitzender und Vorsitzender des Planungsausschusses sowie Detlev Kahmen, Sprecher im Planungsausschuss.

Die Marke von 100.000 Einwohnern ist längst überschritten und Gütersloh wächst weiter. Ein Plus von 2,3 Prozent soll es von 2012 bis 2030 sein. Dementsprechend wird der Wohnraum in der Stadt immer knapper. Grund genug für den CDU-Stadtverband, zu einer Veranstaltung einzuladen, auf der über die aktuellen Ideen zur Schaffung von mehr bezahlbarem Wohnraum informiert wurde.

„Ich habe neulich im Rathaus erlebt, wie sich um die Vergabe von vier Grundstücken 80 Teilnehmer beworben haben“, stellte Ischo Can, CDU-Stadtverbandsvorsitzender und Sprecher im Immobilienausschuss, die angespannte Situation anschaulich dar. Im Anschluss erläuterte Can den rund 25 Gästen das am 1. Juli im Planungsausschuss einstimmig beschlossene Dreisäulenmodell zur Neuausrichtung der Wohnbaulandpolitik in Gütersloh. „Politik und Verwaltung setzen dabei auf das Steuern über Eigentum, das Mobilisieren ruhender Flächen und die Neuregelung der Bebauung“, so der Stadtverbandsvorsitzende. Ziel des Programms ist es, auf ressourcenschonende und nachhaltige Art für die bis zum Jahr 2035 fehlenden 6.000 bezahlbaren Wohnungen zu sorgen. Dabei soll das Kommunale Baulandmanagement künftig bei der Entwicklung großer Wohnbauflächen, bei angemessenem Wertausgleich, 100 Prozent des Baulands erwerben. Bisher waren es lediglich 50 Prozent. Ruhende Flächen sollen durch Ansprache der Eigentümer mobilisiert werden. Anderenfalls behält sich die Stadt vor, das Baurecht zurückzunehmen und an andere Flächen zu vergeben. Hinter der dritten Säule schließlich verbirgt sich vor allem eine qualitätsvolle Nachverdichtung durch die Schließung von Baulücken oder die Bevorzugung des Geschosswohnungsbaus.

„Bei der Neuausrichtung der Wohnbaulandpolitik geht es keinesfalls um Bevormundung oder Enteignung“, erklärte Can auf kritische Fragen. „Jeder Grundbesitzer bleibt selbstverständlich über sein Eigentum erhaben. Angesichts des Wachstums der Bevölkerung müssen wir die Entwicklung aber steuern und die Eigentümer dazu bewegen, verantwortungsbewusst mit ihrem Grund und Boden umzugehen. Es muss jungen Familien wieder möglich sein, in Gütersloh bezahlbaren Wohnraum anzumieten oder bauen zu können.“

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