„Gesundheit ist wichtiger Standortfaktor“

CDU-Ortsverband hat informiert

Informierten im Flussbett Hotel in Gütersloh über die Gesundheitsbranche und die Rolle der Kommunen: ZIG-Geschäftsführer Uwe Borchers und der CDU-Ortsverbandsvorsitzende Wilko Wiesner (v.l.).
Informierten im Flussbett Hotel in Gütersloh über die Gesundheitsbranche und die Rolle der Kommunen: ZIG-Geschäftsführer Uwe Borchers und der CDU-Ortsverbandsvorsitzende Wilko Wiesner (v.l.).
Die Bedeutung des Maschinenbaus für die Region Ostwestfalen-Lippe dürfte den meisten bekannt sein. Dass aber in der Gesundheitsbranche fast viermal so viele Menschen arbeiten, wahrscheinlich nicht. 170.000 Beschäftigte sind es in OWL. Jeder achte Euro der Bruttowertschöpfung in der Region kommt aus der Gesundheitswirtschaft. Der CDU-Ortsverband Gütersloh hat daher bei einer Veranstaltung im Flussbett Hotel über die Bedeutung der Branche als Standortfaktor informiert. Der Ortsverbandsvorsitzende Wilko Wiesner hatte dazu Uwe Borchers eingeladen, den geschäftsführenden Vorstand des Zentrums für Innovation in der Gesundheitswirtschaft OWL in Bielefeld (ZIG OWL).

„Gesundheit ist für den Kreis Gütersloh ein echtes Chancen-Thema“, erklärte Borchers. „Der Strukturwandel und die höhere Altenquote mit steigender Versorgungsbedürftigkeit führen dazu, dass die Gesundheitswirtschaft eine Wachstumsbranche ist. Schon jetzt haben zwölf Prozent der Beschäftigten im Kreis Gütersloh mit der Gesundheitswirtschaft zu tun.“ Gleichzeitig sei sie eine Querschnittsbranche mit unterschiedlichen Wirtschaftszweigen. Gesundheitswirtschaft bedeute nicht nur Krankenhausversorgung im engeren Sinne. „Wenig bekannt ist zum Beispiel, dass auch die Firma Miele Medizintechnologie herstellt“, so der ZIG-Geschäftsführer.

Ein weiterer wichtiger Aspekt des Abends war die ärztliche Versorgung. „Die Kommunen können mehr tun, als eine Prämie auszuloben, um Hausärzte zu finden und zu halten“, so Borchers. „Oft sind es Kleinigkeiten, wie flexible Kita-Plätze oder Parkplätze vor der Praxis. Die Kommunen können auch bei einer besseren Vernetzung von Ärzten, Apothekern und anderen Akteuren der Gesundheitsbranche vor Ort helfen.“ In diesem Zusammenhang stellte Borchers die neue „Servicestelle Gesundheitswirtschaft im Kreis Gütersloh“ vor. Ihre Aufgaben sind es, die Kommunen dabei zu unterstützen, die hausärztliche Versorgung zu sichern, mehr Personal für die Pflege zu gewinnen, die industrielle Gesundheitswirtschaft auszubauen, die Digitalisierung zu nutzen und die weitere Ausbildung zu fördern.

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