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02.09.2017, 08:13 Uhr
Heiner Kollmeyer trifft Staatssekretärin Maria Flachsbarth

Der Gütersloher CDU-Fraktionsvorsitzende und Kreislandwirt Heiner Kollmeyer hat die Staatssekretärin beim Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Maria Flachsbarth, bei einem Fachgespräch über agrarpolitische Themen in Rietberg getroffen. Flachsbarth war auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Ralph Brinkhaus zum Gedankenaustausch mit Vertretern der Landwirtschaft im Kreis Gütersloh auf dem Hof von Wenzel Schwienheer in Varensell zu Gast. „Mir geht es darum, dass wir über die Agrarpolitik im Dialog bleiben, vor allem auch über die kritischen Aspekte“, erklärte Brinkhaus zum Hintergrund des Gesprächs. „Für uns vor Ort ist dies besonders wichtig, immerhin sind im Kreis Gütersloh 55.000 Hektar des Kreisgebietes landwirtschaftliche Flächen.“

Traf in Rietberg-Varensell mit Staatssekretärin Maria Flachsbarth zusammen: Der Gütersloher CDU-Fraktionsvorsitzende und Kreislandwirt Heiner Kollmeyer.
Trotz der öffentlichen Kritik an den Haltungsbedingungen sprach sich Flachsbarth klar für die Nutztierhaltung aus. „Für eine zukunftsfähige Landwirtschaft ist die Viehhaltung unerlässlich“, so die in Lünen geborene und in Verl aufgewachsene promovierte Tierärztin, die heute in der Nähe von Hannover lebt. „Dazu dürfen wir aber nicht nur für konsequente Haltungsbedingungen sorgen, sondern müssen für entsprechende Anpassungen auch die Genehmigungsverfahren erleichtern.“ Sonst bestehe die Gefahr, dass im ländlichen Raum nicht nur die Wertschöpfung leidet, sondern den Bauern auch die Kontrolle über die Art der Tierhaltung entgleitet. Der Aspekt der Wirtschaftlichkeit dürfe in der Landwirtschaft nicht aus den Augen verloren werden. Die Investitionen für das Tierwohl müssten sich für die Landwirte refinanzieren. Daher sei es wichtig, über Agrarinvestitionsfördermaßnahmen den Landwirten die Haltungsbedingungen zu ermöglichen, die die Gesellschaft für notwendig hält.

Für Flachsbarth und Brinkhaus hängt die Zukunftsfähigkeit der Landwirtschaft direkt mit der Akzeptanz in der Gesellschaft zusammen. Diese könnte zum Beispiel durch ein staatliches Tierschutz-Label verbessert werden. Für wichtig hält Flachsbarth auch die Weiterentwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik in der EU (GAP). „Es ist notwendig, dass mehr Geld in die viehhaltenden Betriebe fließt“, erklärte die 54-jährige, „denn diese sind durch die Gülleverordnung, die Richtlinien zur Ammoniak-Emmission und die Anforderungen des Tierwohls besonders belastet.“ Auch in diesem Bereich werde der Brexit eine neue Herausforderung darstellen, da Großbritannien derzeit einer der großen Nettoeinzahler in der EU ist. Dabei sprach sich Flachsbarth für einen offenen Markt aus. Eine Abschottung des Marktes für landwirtschaftliche Produkte zu Gunsten der eigenen Erzeugnisse mit hohem Standard werde es nicht geben. Weitere Themen des Gesprächs waren die Milchwirtschaft, Aspekte der Schweinehaltung, die neue Düngeverordnung und die Gefahren, die durch die Ausweitung der afrikanischen Schweinepest drohen.
   
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