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23.03.2017, 15:50 Uhr | Übersicht | Drucken
Raphael Tigges: „OGS muss flexibler werden“
Mehr Freiräume für Kinder und Eltern

Landtagskandidat Raphael Tigges (CDU) will sich für die Flexibilisierung und die Angleichung der Nachmittagsbetreuung der Grundschulen an das Kita-System einsetzen. „Die Öffnungszeiten und die strikte Anwesenheitspflicht an den offenen Ganztagsschulen (OGS) in Nordrhein-Westfalen sind nicht mehr zeitgemäß“, so Tigges. „Geradezu paradox ist, dass die Familien von der Kindergartenzeit schon ein viel familienfreudlicheres Modell gewöhnt sind. Denn oftmals hat die Kita bereits viel längere Öffnungszeiten angeboten als die offene Ganztagsschule. Und das, obwohl Kita und OGS häufig in der gleichen Trägerschaft sind. Das führt dazu, dass berufstätige Eltern oft Schwierigkeiten mit ihrer Arbeitszeit bekommen, wenn die Kinder an die Grundschule wechseln.“



Besondere Kritik herrscht an der verpflichtenden Teilnahme (lt. Erlass der jetzigen Landesregierung) an der OGS an fünf Tagen in der Woche bis mindestens 15 Uhr, wenn ein Kind dort angemeldet ist. „Eltern und Kinder wünschen sich hier vielmehr Freiräume, wie sie an der Kita bereits möglich waren“, erklärt der Landtagskandidat. „Der Übergang in die OGS wird zu Recht als ein Rückschritt für das gemeinsame Familienleben empfunden. Gerade bei OGS-Kindern ist diese gemeinsame Zeit ohnehin oft knapp bemessen. Die rigorose Anwesenheitspflicht lässt kaum Spielraum zu, wenn sich Eltern spontan einmal für ihre Kinder frei vom Beruf nehmen können. Die Absurdität des Systems zeigt sich darin, dass es in NRW Grundschulen gibt, die spezielle Gutscheine verteilen: Sie berechtigen Eltern dazu, das eigene Kind früher aus der OGS abholen zu dürfen, um Zeit mit ihm zu verbringen.“

Nach dem Willen von Tigges soll mit dieser Bevormundung des Familienlebens Schluss sein. Er setzt sich daher für die Kombination von verlässlichen Öffnungszeiten und Flexibilität an den offenen Ganztagsschulen ein. „Gleichzeitig muss natürlich Schluss mit den finanziellen Sanktionen für die Träger sein, wenn die Anwesenheitszeiten nicht eingehalten werden“, sagt Tigges. „Die Flexibilisierung der OGS-Öffnungszeiten hat darüber hinaus noch andere Vorteile. Zum einen könnten die teuren Randstundenangebote abgeschafft werden, zum anderen haben die Kinder die Möglichkeit, wieder stärker am Vereinsleben teilzunehmen. Sportvereine oder Musikschulen beispielsweise leiden schon lange unter den strengen OGS-Öffnungszeiten und die Kinder werden um ein früher normales Stück Freizeitleben beraubt.“


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